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An der Realschule I werden seit diesem Schuljahr wieder neue
Konfliktlotsen ausgebildet. Sie sollen Streit zwischen Schülern
schlichten helfen. Anders als in den vergangenen Jahren wird den
Auszubildenden aus den siebten bis neunten Klassen der Stoff nicht
von Lehrkräften vermittelt, sondern „alte Hasen“ leiten die
AG-Stunden. Die Position des Lehrers ist für Schüler eine ungewohnte Sache. Für die „Azubis“ ist es sicher angenehm, wenn vorne kein Lehrer, sondern ein Mitschüler oder Freund steht. Teil der Ausbildung ist es nicht nur, den Konflikt an sich zu lösen, sondern auch mittels des so genannten „Eisbergmodells“ die Hintergründe zu erfahren. Ein Konflikt ist im Grunde genommen wie ein Eisberg: Man sieht nur die Spitze des Konfliktes, also nur einen kleinen Teil, zum Beispiel das Schlagen auf dem Schulhof. Doch was dazu geführt hat, also die Vorgeschichte und die Gefühle der Beteiligten, sieht man im ersten Moment noch nicht. Es liegt bildlich gesprochen unter der Wasseroberfläche und muss noch sichtbar gemacht werden. In den Ausbildungsstunden wird ein Teil des Stoffes spielerisch vermittelt, da man sich so Dinge besser merken kann, als wenn einer sie einem einredet. Dass Schüler ihre Mitschüler zu Konfliktlotsen ausbilden, ist an der Realschule neu. Ob dieses Pilotprojekt erfolgreich ist, wird sich im Sommer zeigen. Ihren Dienst werden die neuen Konfliktlotsen nach einer Prüfung anbieten können, die im Frühsommer ansteht.
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