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„Schöt!“ brüllt da einer auf der Straße, „nein“, rufen die
Spieler vom anderen Team und alle gucken den Schiedsrichter an. Wann
es einen Punkt beim Boßeln gibt und wann nicht, hatten nicht alle
verstanden, als wir, die Schüler und Eltern der Klasse 8b, in
Abbehausen boßeln waren.
Mit unserem Klassenlehrer Herrn Lange und unserem Sportlehrer Herrn
Mujkanovic sowie einigen Eltern fuhren wir am Freitag, 19. Februar
2010, nach Abbehausen zum Gemeindehaus. Dort wurden uns die
Grundregeln der friesischen Sportart von Mitgliedern des Abbehauser
Klootschießer- und Boßelvereins noch einmal erklärt und die
Teameinteilung besprochen. Es gab sechs Mannschaften und jeweils
zwei spielten gegeneinander. Betreut wurde der Wettkampf von den
Vätern von Daniela Bruns und von Janik Bruns, dessen älterer Bruder
Patrick ebenfalls als Betreuer und Schiedsrichter mitlief. Die drei
gehören dem Abbehauser Boßelverein an. Jedes Schülerteam wurde auch
von einem Erwachsenen begleitet: Vier Eltern und die beiden Lehrer
spielten mit.
Dick eingepackt in Winterkleidung liefen wir zum Startpunkt an der
Boßelstrecke. Dann wurden die
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Boßelkugeln verteilt. Ich dachte: „Ganz schön schwer!“ Die
ersten Versuche bei einigen waren nicht gut. So manche Kugel schoss
in den Schnee neben der Strecke oder musste mit einem Kescher aus
dem zum Glück zugefrorenen Graben gefischt werden. (Nur Arne
entdeckte, dass das Eis nicht allzu dick war, als er ein wenig in
einen Graben einsackte.) Im Laufe des Spiels wurden die Würfe aber
immer (mehr oder weniger) besser. Hilfestellung gaben die
Eisschollen am Straßenrand, die wie Banden funktionierten und die
Kugeln weiterleiteten.
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Wer ist sportlicher?
Herr Lange und Frederik hatten eine klasseninterne Wette: Frederik
behauptete, er sei sportlicher als Herr Lange, woraufhin Herr Lange
Frederik zum Duell auf der Boßelstrecke herausforderte. Doch am Ende
gewann Herr Lange die Wette ganz klar. Er hat mit seiner Mannschaft
beide Durchgänge gewonnen. Frederiks Team hingegen hat ein Spiel
gewonnen und einmal unentschieden gespielt.
Am Wendepunkt der Boßelstrecke warteten die Mütter Frau Bruns
(Mutter von Janik) und Frau Bruns (Mutter von Daniela) mit leckerem
Kuchen, warmem Tee und Kaffee auf uns. Den Kuchen hatten Eltern und
Schülerinnen gesponsert. Auf dem Rückweg wurde auch geboßelt. Die
Punkte (Schöt) wurden neu gezählt. Als wir dann beim Gemeindehaus
ankamen, wärmten sich die Mädchen ihre Füße an dem Heizkörper auf,
während die Jungs draußen noch eine Weile im Schnee tobten. Dann gab
es Bratwurst, die einigen leider nicht so gut schmeckte. Zum
Abschlussgrillen waren auch die Eltern eingeladen und zahlreich
erschienen. Der ganze Klassenausflug war auf den Elternstammtischen
der 8b organisiert worden, die circa alle zwei Monate stattfinden.
Wir alle unterhielten uns nett und hatten viel Spaß, auch mit den
Eltern. Die Schüler waren sich einig, dass die Eltern von Lukas
Bühring die besten Witze machen.
Am Abend sind alle mit einem Lächeln nach Hause gefahren. Das Fazit
der Klasse: Die deutliche Mehrheit wünscht sich
nächstes Jahr eine Rückrunde auf der Boßelstrecke, nur mit anderer
Bratwurst zum Abschluss. Und unser großer Dank gilt den Eltern, die
die ganze Arbeit hatten! | Jaqueline Abdul-Razek, Kl. 8b |
Webbearbeitung: Finn Meinen
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