Wald wächst über einstige Mordstätte

Zehntklässler besuchen KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen

Langsam sterben durch Hunger, Durst, Kälte und Krankheit ist wohl die schlimmste Art zu das Leben zu verlieren. 120 000 Juden und russische Kriegsgefangene starben so zwischen 1943 und 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Am 28. Oktober 2009 besuchten die zehnten Klassen diesen Ort, der nun eine Gedenkstätte ist, um sich ein Bild von dem Ort des grauenhaften Geschehens zu machen.
 

 

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Wald, überall nur Wald und nur einige wenige Ruinen stehen noch in Bergen-Belsen. Nach der Befreiung des KZs hatten die britischen Streitkräfte das Lager komplett niedergebrannt, weil man verhindern wollte, dass sich von dort aus Epidemien und Krankheiten ausbreiten konnten. Das Lager war im Krieg zunächst ein Kriegsgefangenlager, dann später erst ein Arbeitslager.
 

Transport in Viehwagons


Zum Lager kamen die meisten Juden mit Zügen. In einen Viehwagon wurden 60 Leute gesteckt, eine Person hatte im Wagon nur einen halben Quadratmeter Platz. Der Transport dauerte meistens drei bis fünf Tage. Die Menschen durften in der Zeit den Zug nicht verlassen und sie hatten sehr wenig bis gar keinen Proviant dabei. Ihre Toilette war ihr Wagon selbst und so war die Luft auch im Wagon unerträglich durch den Gestank und der stickigen Luft. So kamen schon auch viele Juden beim Transport ums Leben.

Nachdem Transport mussten sie sich in der Gruppe nackt ausziehen, damit ihre Kleidung von Läusen befreit werden konnte. So und auch in vielen anderen Fällen demütigte die SS die Menschen. Sie lebten in riesigen Gruppen in einem der Lager. Sie bekamen an guten Tagen, wenn sie alles taten, was die SS befahl, ein Stück Brot und eine Schüssel warme Suppe. Das wohlgemerkt an guten Tagen! An schlechten Tagen bekam man dann nichts. Die SS durfte die Menschen so behandeln, wie sie es wollte. Körperliche Gewalt und Missbrauch standen auf der Tagesordnung.
 

 

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Bergen-Belsen überfüllt
 

Im Laufe des Krieges mussten immer mehr Lager im Ausland evakuiert werden, weil die alliierten Streitkräfte die deutschen Truppen zurückdrängten, und die Insassen kamen dann nach zum Beispiel nach Bergen-Belsen. Das Lager war dann überfüllt und das wenige Essen reichte gar nicht mehr. So ließ die SS die Leute einfach auf sich allein gestellt. Als dann auch Bergen-Belsen von den Alliierten Truppen befreut wurde, lagen überall auf dem Gelände Leichen herum. Viele starben auch nach der Befreiung, weil sie viel zu abgemagert und zu krank waren. Die britische Armee lies die SS nach der Befreiung die Leichen alle in Massengräbern vergraben und als das nicht schnell genug ging, benutzte man Bulldozer, um die Leichen in Massengräbern zu vergraben.

In der Gedenkstätte konnten wir die Filmaufzeichnung der Briten sehen. Man konnte das Lager nach der Befreiung sehen und es war voll mit abgemagerten Toten. Im Film zeigte man auch die Verbrecher der SS. In Bergen-Belsen starb unter anderem auch Anne Frank. Unser Ausflug zeigte uns einmal mehr die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges und die Verbrechen der Nationalsozialisten.
 

| Text: Murat Sen, Kl. 10c |
| Bilder: Jonas Preiß, Kl. 10c |

Web-Bearbeitung: Torben Iben