Auf in die Bundeshauptstadt!

Klasse 10c besucht Berlin

Als wir durch Berlin fuhren und die riesigen Häuser bestaunten, die vielen Menschen sahen und die S- und U-Bahnen hörten, wussten wir, wir sind in der Bundeshauptstadt von Deutschland, wir sind in Berlin!
 

 

 


Der erste Eindruck

 

Müde und verschlafen trafen sich am Montag, den 10. August 2009 um 8.00 Uhr die Schüler der Klasse 10c vor der Realschule I Nordenham mit sehr viel Bauchkribbeln, um die Reise nach Berlin anzutreten. Der etwa vierstündige Stau sorgte für viel Aufregung im Bus und dadurch kamen wir erst gegen 17.00 Uhr in Berlin an. Nachdem wir die Betten bezogen, ging es auch schon gleich los auf Tour, das erste Mal mit der S- und U-Bahn in die Berliner Stadt, um uns ein Improtheater im Admiralspalast anzuschauen. Und gleich am ersten Abend haben wir auch schon das Wahrzeichen von Berlin angeguckt, nämlich das Brandenburger Tor. Dies war ein sehr schöner Anblick bei Nacht.


Einmalige Einblicke

 

Am nächsten Tag hieß es dann: Auf in den Reichstag! Alle waren sehr gespannt, wie es den im deutschen Bundestag aussieht. Nach einem kurzen Vortrag im Plenarsaal wurden wir von Holger Ortels Angestellten, Herrn Deniz Kurku, herzlich begrüßt und wurden auch durch die hintersten Ecken des Reichtages geführt, wo man als normaler Besucher gar nicht die Chance hat hinzukommen. Wir sahen alles vom Paul-Löbe-Haus und den Presse-Sälen, bis schließlich zu riesigen Glaskuppel auf dem Dach des Reichstages.
Nach diesen einmaligen Einblicken in die Regierung stand auch schon der nächste Termin an nämlich das berühmte Wachsfiguren Kabinett von Madame Tussauds, wo wir je nach Wunsch mit unseren Vorbildern Fotos machen konnten. Mit der U-Bahn sind wir am Abend zum Potsdamer Platz gefahren. Es war toll unter der verschieden beleuchteten Glaskuppel des Sony Centers, gemütlich einen Cocktail zu trinken, was auch gleichzeitig dem Tag ein schönes Ende gab.
 

Schlimm, aber war!
 

Der Besuch des Konzentrationslagers in Sachsenhausen stand Mittwoch auf dem Plan. Während der Besichtigung des Konzentrationslagers herrschte sehr betrübte Stimmung, das uns klar gemacht wurde, wie schlecht es damals den Menschen in diesem Lager ging. Das Konzentrationslager Sachsenhausen war kein Vernichtungslager, sondern ein reines Konzentrations- und Arbeitslager. Für die Menschen war es damals sehr hart in einem solchen Lager zu leben, weil sie keine Privatsphäre hatten und sehr viel körperliche Arbeit ableisten mussten.


Zum Ausgleich ging es ab aufs Boot…auf der Spree, die quer durch Berlin führt, wurden uns einige Sehenswürdigkeiten von Berlin gezeigt. Wir wurden durch das Museums- und das Regierungsviertel gefahren, die Leiterin konnte man gerade so hören, weil das alte Boot einen sehr lauten Motor hatte. Wir erfuhren sehr interessante und lustige Dinge, was die alten Gebäude für Geschichten haben. In der Jugendherberge gab es schnell Abendbrot und dann sind wir wieder zum Potsdamer Platz gefahren, um gemeinsam ins Kino zugehen. Dort haben die meisten den Film, Public-Enemys angesehen. Zum Erholen und Schlafen ging es in die Jugendherberge. Auf der Abschlussfahrt erwartet man eigentlich eher weniger Schlaf, aber Frau Stackfleth hatte alles sehr durchorganisiert, so dass immer etwas auf dem Terminplan stand und alle am Abend ziemlich müde waren und ohne Schwierigkeiten einschlafen konnten.


Der berühmte Eisbär Knut hautnah!

 

Am Donnerstag, so gesehen der letzte Tag, den wir in Berlin hatten, verlief alles etwas ruhiger. Wir aßen gemeinsam Frühstück und danach ging es los zum Berliner Zoo, wo natürlich alle den berühmten Eisbären Knut sehen wollten. Im Zoo sahen wir alles vom Eisbären, Panda bis zum Gorilla. Nach dem zweistündigen Zoobesuch waren wir das erste Mal in Berlin auf uns alleine gestellt, weil wir für längere Zeit Freizeit hatten und uns erst um 17 Uhr bei der Jugendherbe wieder trafen. Das tägliche Abendbrot fiel für die 10c am Donnerstagabend aus, weil Caria eine nette kleine Pizzeria in Berlin kannte und wir dort gemeinsam aßen zum Abschluss unserer Berlinfahrt. Die Pizza war sehr lecker und dazu das alkoholfreie Bier hat auch sehr gut geschmeckt. Mit der leckeren Pizza im Bauch sind wir dann gemeinsam zum Alexanderplatz gefahren, um die Berliner Abendluft zu genießen. Danach traten wir das letzte Mal den Heimweg an zur Jugendherberge und schliefen das letzte Mal in unserem Herbergsbett.


Abschied nehmen

 

Nachdem wir den Freitag gefrühstückt hatten, mussten wir Abschied von der Bundeshauptstadt nehmen und uns auf eine lange, warme Busfahrt einstellen. Im Bus war es aber allerdings nicht mal halb so laut wie auf der Hinfahrt, alle waren sehr müde. Zum Abschluss der Berlinfahrt fing die Klimaanlage des Busses noch an zu tropfen und ab dem Mittelweg war es unmöglich, auf den hinteren Sitzen des Busses zu sitzen, weil es förmlich im Bus regnete. In Nordenham an der Realschule I Nordenham waren dann schließlich alle wieder froh zuhause zu sein und umarmten ihre Eltern.
 

 

 

 

 

 


Text: Jonas Preiß, Kl. 10c
Web-Bearbeitung: Tim Potratz, Kl. 10a