
|
Wir haben noch nicht ganz im ersten Hafen
angelegt, da wurden wir auch schon von den Piraten, die auf dem
Ijseelmeer unterwegs waren, angegriffen: Ein Nachbarschiff, was mit
Piraten besetzt war, legte an unserem Schiff an und wollte dieses
entern, doch wir wussten uns mit Kleiderbügeln zu wehren.
Der Überfall von Schauspiel-Piraten war ein Höhepunkt der
Klassenfahrt der 10a. Vom 10. August bis zum 14. August fuhren wir
gemeinsam mit Frau Schachtschneider und Frau Haars in die
Niederlande und segelten auf einem 100 Jahre alten Segelschiff auf
dem Ijseelmeer. Um 11 Uhr kamen wir am Montag im Hafen von Stavoren
an und bezogen unser Segelschiff „Jeppe van Schier“. Nachdem wir
unser Gepäck und die mitgebrachte Verpflegung verstaut hatten,
erkundeten wir das Schiff. Der Kapitän Peter und sein Matrose
Maurice begrüßten uns und gaben uns ein paar Anweisungen und Tipps
für einen reibungslosen Ablauf beim Segeln. Danach ging es auch
schon direkt los aufs Ijseelmeer. Im Hafen angekommen kam das schlechte Wetter. Aber das war für uns kein Problem, da es unter Deck ja warm und trocken war. Alle lümmelten unter Deck, doch auf einmal hieß es: Die Piraten kommen! Lukas Scholz war noch an Deck gewesen, als gerade die Piraten längsseits kamen. Alle rannten nach oben und Lukas und Dennis versuchten unser Schiff mit Kleiderbügeln zu verteidigen, da wir ja keine Schwerter und Pistolen mithatten so wie die Piraten. Nachdem wir unser Schiff verteidigt hatten, versuchten einige das Abendbrot zuzubereiten. Doch der Gasherd war nicht ganz in Ordnung. Darum zogen wir dann nach und nach los in die Stadt, um Pommes zu essen:
Am nächsten Tag gingen wir nach dem Frühstück in die Stadt und
suchten einen Laden, wo wir uns Fahrräder für die ganze Klasse
ausleihen konnten. Um 12 Uhr fuhren wir dann mit den Drahteseln los.
Jeder hatte sein eigenes Fahrrad bekommen - außer Alexander und
Malte, die sich gemeinsam auf einem Tandem versuchten, weil Malte am
Tag zuvor auf dem Deck des Schiffes ausgerutscht war und aufgrund
seiner Verletzungen nicht so gut laufen konnte.
Freitagmorgens nach dem Frühstück überreichten wir der Schiffcrew noch ein kleines Geschenk von uns, auf dem wir alle unterschrieben hatten. Wir freuten uns schon alle darauf, dass wir noch einmal die Segel setzen durften. Das war aber leider nicht der Fall, weil es windstill war. Also fuhren wir nur mit Motorkraft zu einem Strand, an dem wir noch schwimmen durften. Einige haben noch einmal diese Chance genutzt, andere spielten mit Maurice und Peter zusammen Fußball auf einer großen Wiese. Danach ging es dann wieder zum Hafen von Stavoren, von wo aus wir am Anfang der Woche auch losgesegelt sind. Wir haben unser Gepäck und die restlichen Lebensmittel an Land gebracht und dann das Deck des Schiffes geschruppt. Nachmittags kam dann der Bus, der uns wieder nach Nordenham gebracht hat. Wir verabschiedeten uns von Peter und Maurice und bedankten uns für die super Klassenfahrt. Dann ging es mit dem Bus Richtung Nordenham, wo wir auch schon von unseren Eltern erwartet wurden.
|