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Im Alter von sechs Jahren begann Janik Bruns mit dem
Schleuderballwerfen. Jetzt hat sich der Sechstklässler für die
Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Im September will er sich im
Wettstreit mit den besten deutschen Schleuderballern messen.
Wenn die Sommersonne vom Himmel brennt, verkriechen sich die meisten
Norddeutschen in den Schatten oder legen sich gut eingecremt an den
Weserstrand. Nicht so Janik Bruns. Für ihn steht ein in zweifacher
Hinsicht „heißer Sommer“ bevor. Denn nun muss er regelmäßig auf den
Abbehauser Sportplatz gehen, um seine Trainingseinheiten zu
absolvieren. Im September reist der Zwölfjährige nach Frankfurt am
Main. Dort werden die Deutschen Meisterschaften im Schleuderball
ausgetragen. Für den Wettbewerb hat sich der Realschüler am
Pfingstsonnabend qualifiziert. Im Landesentscheid belegte er Platz
vier mit einer Wurfweite von 40,47 Metern.
Janik Bruns trat für den Turn- und Sportverein Abbehausen an. Mit
seinen Mannschaftskollegen reiste er nach Braunschweig zur
Qualifikation. Die ersten drei Würfe waren gelungen, und so fand
sich Janik unter den besten Acht seines Jahrgangs wieder und durfte
in die Finalwertung. Hier mussten noch einmal drei Würfe gemacht
werden, die ihm auch gut gelangen. Den Landeswettbewerb fand Janik
interessant – und ziemlich heiß. Gleich zwei Sonnenbrände hat er
sich eingefangen.
„Jeder hat seine eigene Art, den Ball zu werfen“, erläutert Janik.
Eine vorgegebene Technik gibt es nicht. Aber natürlich feilt er mit
seinem Trainer Sascha Schmidt an seinem eigenen Stil, um eine
möglichst große Weite herauszuholen. Ein bisschen nervös ist Janik
jetzt schon, auch wenn der Wettkampf noch einige Zeit entfernt ist.
„Für mich sind es die ersten Deutschen Meisterschaften“, sagt er.
Dafür will er auch einige Trainingseinheiten mehr in Kauf nehmen –
trotz Sommersonne und der Gefahr, noch einen weiteren Sonnenbrand
abzubekommen. Denn Janik weiß: Nur Übung wird den Meister machen…
Text: Torsten Lange
Webbearbeitung: Jana Horstmann
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