"Aber Hallo" erhält Auszeichnung für "Bürgerschaftliches Engagement"

 

Für ihr „Bürgerschaftliches Engagement“ ist die Redaktion der Schulzeitung „Aber Hallo“ am Mittwochnachmittag in Berlin ausgezeichnet worden. Staatssekretär Gerd Hoofe vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die 23. Ausgabe der Zeitung der Realschule I Nordenham vom Juli 2007 aus insgesamt 200 nominierten Schülerzeitungen ausgewählt. Den Preis nahmen Schüler-Chefredakteur Markus Preiß und Redakteur Sören Schweers im Plenarsaal des Bundesrates entgegen. Die Redaktion hatte sich in der Ausgabe schwerpunktmäßig mit dem drohenden Verkauf von Airbus-Werken beschäftigt. Neben der Fahrt nach Berlin ist die Auszeichnung verbunden mit einem Preisgeld von 1.000 Euro.
 

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KZW-Artikel NWZ-Artikel

 

 
 

Juryvorsitzender Staatssekretär Günter Winands (links) und Dr. Martin Schenkel
vom Bundesministerium überreichten
Sören Schweers und Markus Preiß die Auszeichnung im Bundesrat.

Dr. Martin Schenkel, der in Vertretung des Ministeriums an der Preisverleihung der Jungendpresse Deutschland teilnahm, würdigte in seiner Laudatio die Arbeit der Nachwuchs-Journalisten als aktive Teilhabe junger Menschen an der Gesellschaft. Die Schulzeitung habe durch ihre Berichterstattung eine Spiegel-Funktion für die Gesellschaft.

„‚Aber Hallo’ berichtet regelmäßig über das fest im Schulleben verankerte und ausgeprägte Schüler-Engagement sowie über die Engagementformen in vielen Feldern – bis hin zur Politik“, sagte Dr. Schenkel. „Besonders hervorzuheben ist das Schulpartnerschaften-Projekt mit Airbus.“ Die Berichterstattung über den Kampf zum Erhalt der Arbeitsplätze lobte  Schenkel als „eine sehr weitsichtige Initiative“.

Gratulationen gab es auch von Günter Winands, Staatssekretär im Kultusministerium Nordrhein-Westfalen, der Vorsitzender der Jury des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder war. Aus über 1800 bundesweiten Einsendungen hatten die Landesverbände der Jugendpresse die Ländersieger ermittelt. Anfang Mai war die „Aber Hallo“ von Ministerpräsident Christian Wulff für den Landessieg ausgezeichnet worden. Zwei Tage ließ sich die Expertenjury Zeit, um die Bundespreisträger zu ermitteln. Im großen Konferenzsaal des Axel-Springer-Hauses in Berlin hatten sie die Zeitungen gelesen und kritisiert. Schirmherr des Wettbewerbs war der Bundesrats-Präsident Ole von Beust, Hamburgs regierender Bürgermeister. Nach einer Betrachtung der „Aber Hallo“ zeigte er sich überrascht über die technischen Finessen der heutigen Schülerzeitungsmacher. Er erinnerte sich an eigene Schultage, als mit Schere und Klebstoff Kopiervorlagen zusammengeschnippelt worden seien.

 

Tobias Asmuth nahm die "Aber Hallo"
kritisch in den Blick.

 

Im Vorfeld der Preisverleihung waren Redakteure der „Aber Hallo“ und andere Schülerzeitungsmacher zusammengekommen, um professionelle Manöverkritik zu erhalten. Tobias Asmuth, Redakteur in der Web-Redaktion des „Fluter“, des Magazins der Bundeszentrale für Politische Bildung, gab Sören Schweers und Markus Preiß Anregungen zur weiteren Verbesserung der „Aber Hallo“. Ein dickes Lob gab es dann von Nachwuchs-Journalisten aus der renommierten Axel-Springer-Akademie: Über das ein oder andere Element könne diskutiert werden, insgesamt sei die Zeitung sehr gut. Damit kam „Aber Hallo“ deutlich besser davon als andere Schülermagazine, die sich der Kritik stellten.

Beim Schülerzeitungs-Wettbewerb der Länder wurden insgesamt 28 Redaktionen in unterschiedlichen Kategorien ausgezeichnet. Während aus anderen Bundesländern gleich mehrere Preisträger kommen, ist die „Aber Hallo“ die einzige Schülerredaktion aus Niedersachsen, die sich in der „Bundesliga“ der Nachwuchsjournalisten behaupten konnte.