Netzwerk "Airbus und Realschulen im Team" erfolgreich

IHK und Netzwerk "KoWiS" ziehen positive Bilanz

 

Die Netzwerk-Schulen vor einer Rumpfschale des A 380 beim Besuch der Endlinie in Hamburg-Finkenwerder

 

Seit etwa zweieinhalb Jahren gibt es im Rahmen des Netzwerkes „KoWiS“ (Kooperation Wirtschaft-Schule) die überregionale Partnerschaft „Airbus und Realschulen im Team“ zwischen den Realschulen Delmenhorst Süd, Kreyenbrück in Oldenburg der Realschule I Nordenham und den Airbus-Werken in Bremen, Varel und Nordenham

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Jeder fünfte Auszubildende im Werk Nordenham von der Realschule I

Am 15. Mai 2008 wurden die bisher gemachten Erfahrungen der Öffentlichkeit präsentiert. Der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Dr. Thomas Hildebrandt, hatte zu einem Pressetermin eingeladen. Gerade vor dem Hintergrund der akuten Probleme der Wirtschaft, geeignete Fachkräfte vor allem im technischen Bereich zu finden, ist die Kooperation mit Airbus von großer Aktualität.
Hildebrandt bezeichnete das Konzept der Zusammenarbeit zwischen den Realschulen und Airbus als einzigartig. Schon in den fast 15 Jahren Partnerschaft der Realschule I in Nordenham konnte gezeigt werden, dass eine Firma, die sich um eine enge Kooperation mit einer Schule bemüht, durchaus auch Vorteile hat: Immerhin kam in den letzten Jahren durchweg immer jeder fünfte Auszubildende von der Realschule I – und das bei 400 bis 800 jährlichen Bewerbungen aus dem ganzen Bundesgebiet!

Kernstück der Partnerschaft: Projekte mit Auszubildenden und Schülern

Die anderen beiden „KoWiS“-Schulen hatten sich jahrelang aktiv darum bemüht, mit einem Betrieb eine Partnerschaft nach dem Vorbild Nordenhams einzugehen. Trotz aller Hilfen durch die IHK und den Arbeitgeberverband gelang dies jedoch nicht. Vor drei Jahren wurde dann im Netzwerk die Idee geboren, diese Kooperation mit den anderen Airbus-Werken in der Region zu versuchen. Nach nur zwei Treffen zwischen den Schulen und den Ausbildungsleitern der Werke in Bremen und Varel konnte am  28.11.2005 die überregionale Partnerschaft "Airbus und Realschulen im Team" aus der Taufe gehoben werden.

Bildung trifft Wirtschaft: (v.l.) Jörg Behrens (RS Kreyenbrück), Thomas Gutbier (Airbus), Thomas Hildebrandt (IHK), Olaf Heinrichs, Bernd Schröder (beide Airbus), Hergen Hilje (RS Süd Delmenhorst), Walther Vogel (RS I Nordenham) und Klaus Keese (RS Delmenhorst)

Das oberste Ziel der Partnerschaft ist die Förderung der Ausbildungsfähigkeit. Für die Schulen ist es wichtig, Schüler an die Praxis heranzuführen und durch „hautnahe" Begegnung mit der Realität wichtige Erfahrungen zu sammeln. So ist das Kernstück der Zusammenarbeit sind gemischte technische Projekte mit Schülern und Auszubildenden, die es an allen Standorten gibt und die in Nordenham schon eine längere Tradition haben. Wo sonst als durch gemeinsames Tun mit Azubis kann man direkt erfahren, was beruflichen Anforderungen, insbesondere Schlüsselqualifikationen, bedeuten !

Win-Win-Situation: Beide Seiten profitieren

Aber auch sonst gibt es eine Reihe von Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft, die ein besseres gegenseitiges Verständnis zur Folge haben. Wichtig sind auch die Besuche von Werksvertretern in der Schule und Lehrern im Werk, um die jeweiligen Anforderungen genau kennen zu lernen. Es gab auch „Highlights“ für die Jugendlichen: ein internationales Projekt in Toulouse und einen Besuch der Endmontage in Hamburg-Finkenwerder.
Für beide Seiten ist die Partnerschaft eine Win-Win-Situation: Sowohl die Schule als auch der Betrieb profitieren von der engen Zusammenarbeit. Es konnte gezeigt werden, dass Firmen, die eng mit Schulen kooperieren, auch in den kommenden Zeiten, wenn es weniger Schulabsolventen gibt, immer noch Aussichten auf weiterhin qualitativ gute Bewerber haben. Airbus war, was dies anbelangt, der Zeit immer etwas voraus.

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