150 Schüler produzieren 3.000 Zeitungsseiten

Heutige und ehemalige Redakteure feiern: 20 Jahre „Aber Hallo“

Die heutigen und ehemaligen Schulzeitungsredakteure treffen sich in ihrem alten Arbeitsraum.

Blau flimmernder Bildschirm, gelb leuchtende Schrift und der Text im Blocksatz: Mit einfachsten technischen Mitteln erstellte die erste Redaktion der „Aber Hallo“ im Schuljahr 1988/89 die erste Ausgabe der Schulzeitung der Realschule I Nordenham. Bilder wurden „gerastert“ und mit der Hand eingeklebt, jeder kleine Rechtschreibfehler bedeutete eine Menge Mehrarbeit, erinnert sich Kerstin Klockgether, geborene Büsing.
 

Sie gehört mit zu den Gründungsmitgliedern der Schulzeitung, die jetzt ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Am Freitag, 6. Juni, kamen ehemalige Schulzeitungsredakteure in der Realschule an der Pestalozzistraße zusammen. Schulleiter Walther Vogel zeichnete in seiner Ansprache den Entwicklungsweg der „Aber Hallo“ von der kleinen Schulzeitung zum preisgekrönten Schulblatt nach. Über 3000 Seiten wurden veröffentlicht, hat Vogel ermittelt.
Das „Schnippeln“ mit Bastelmesser und Schere gehört mittlerweile der Geschichte an. Hauptarbeitsgerät ist der Computer geworden, das manuelle Einkleben von Grafiken und Bildern ist entfallen, ebenso das Ausrechnen der zu rasternden Fotos. Selbst das Auslegen der
fertigen Seiten ist heute nur noch eine Versicherung der Richtigkeit der Reihenfolge, denn das einstige mühsame Aufkleben der Seitenzahlen gehört ebenfalls der Geschichte an.
 

 

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Im Sommer 1988 nahmen die ersten „Aber Hallo“ - Redakteure ihre Arbeit auf; im Herbst erschien das erste kleine Magazin, drei Monate später die erste reguläre Ausgabe. Bis heute haben mittlerweile über 150 ehemalige Schülerinnen und Schüler an der „Aber Hallo“ mitgewirkt, wie Alexander Friedrichs und Sören Schweers vom heutigen Redaktionsteam recherchiert haben. „Wir wollen hier kein kurzlebiges Objekt starten, sondern eine echte Schulzeitung auf die Beine stellen, die Bestand hat“, sagte Paul Vogel 1988 in einem Pressebericht. Dieses Anliegen des damaligen SV-Beraters und ersten betreuenden Lehrers der Arbeitsgemeinschaft Schulzeitung trägt bis heute. Die „Aber Hallo“ war von vornherein nicht eine reine Schülerzeitung. Die Bezeichnung Schulzeitung soll bis heute deutlich machen, dass die Verantwortung für das Bestehen der Zeitung bei der gesamten Schule liegt und nicht nur bei den Schülern. Zumindest ein Lehrer sollte von vornherein fest in der Redaktion mitarbeiten. Seine Aufgabe war und ist es nicht, inhaltliche Zensur auszuüben, sondern dort zu helfen, wo Schüler Hilfe benötigen. Paul Vogel fasste es in dem Wahlspruch zusammen: „Soviel Freiheit wie möglich, soviel Unterstützung wie nötig.“ Seit 2002 berichtet die Redaktion fast tagesaktuell aus dem Schulleben auf der Internetseite der Schule (www.rs1-online.de). Als „Tochterunternehmen“ hat sich die Web-AG der Schule unter der Leitung von Lehrer Erwin Paetsch entwickelt. Und für das kommende Schuljahr ist eine zweite Tochtergesellschaft in Planung: ein Internetradio.


Text: Torsten Lange
Web-Bearbeitung: Tim Potratz