"Aber Hallo" sieht rot !

Redaktionsabordnung besucht Landesparteitag der SPD - Erste Eindrücke


Der SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner: Das Parteitags-Präsidium hinter
und die Pressemeute vor sich.

Redende Politiker, Presse, lachende Jugendliche, nervöse Helfer, vielerlei Stände mit Infomaterial über die SPD und ganz nebenbei eine Jazzband, die für gute Stimmung sorgt. Und wir, Maike Seibert, Markus Preiß, Steffen Böckmann und Svenja Helmerichs, mittendrin! Willkommen beim SPD-Landesparteitag in Oldenburg. Eingeladen hatte uns der SPD-Landtagskandidat für die Wesermarsch, Hermann Mohrschladt.

 
Hermann Mohrschladt (2. von links) begrüßte uns in Oldenburg.   Markus Preiß, Svenja Helmerichs, Maike Seibert und Steffen Böckmann

Am 10. November 2007 fand in der Oldenburger Weser-Ems Halle der SPD- Landesparteitag unter dem Motto „Gerechtigkeit kommt wieder“ statt. Bevor es richtig losging, war ein ziemlicher Trubel in der Halle. Alle Delegierten begrüßten sich und wechselten erst mal ein paar Worte. Und nicht nur Politiker wurden begrüßt: Auch Herr Lange, der uns begleitete, wurde herzlichst von SPD Generalsekretär Hubertus Heil begrüßt – als kennten sie sich shcon seit Jahren. Aber Herr Lange hatte nach eigenen Aussagen Herrn Heil bislang noch nie getroffen und vermutete eher eine Verwechslung bei diesem freundschaftlichen Begrüßungsritual.

Bevor alle Delegierten und Beobachter des Parteitages ruhig waren, obwohl es schon zur Sitzung geklingelt hatte, mussten erst ein paar Mal die Worte fallen: „Liebe Genossinnen und Genossen, bitte werdet jetzt leise und begebt euch zu euren Plätzen“. Was dann folgte, war eine echte Überraschung für uns. Zwei Rapper performten auf der Parteitagsbühne den Wahlsong der SPD „Niedersachsen pass auf!“ (Siehe unten: „Rapsong gegen Fremdenhass“)

Nach tobendem Applaus fingen die Abgeordneten nach ein paar Begrüßungsworten auch schon gleich munter an zu reden. Nach der Wahl des Präsidiums und dem Beschluss der Tagesordnung, die einstimmig mit Handzeichen (roten Kärtchen) beschlossen worden sind, hielten Garrelt Duin (SPD- Landesvorsitzender), Kurt Beck (SPD- Parteivorsitzender) und Wolfgang Jüttner (Spitzenkandidat der SPD) ihre Reden, die kräftig von den „jungen Gerechten“ - den Juso-Mitgliedern - beklatscht und angefeuert wurden.

 
Steffen Böckmann im Gespräch mit SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Jüttner.   Stärkung sozialdemokratisch: Pommes und Currywurst mit ganz viel roter Soße.

Am meisten wurde aber „gefeiert“, als Kurt Beck den Saal betrat. Die Juso-Mitglieder standen Spalier und Kurt Beck betrat unter Begleitung der Jazzband den Saal. Der Saal tobte und klatschte – vor allem für die vielen Kameras und Fotoapparate der Journalisten. Nach circa zehn Minuten ging dann aber das normale Tagesgeschäft weiter. Die Redner stellten ihr Programm für den Wahlkampf vor und versicherten, was sie alles anders machen würden. Sie redeten und redeten und manchmal brüllten sie auch ins Mikrofon. Und die Zuhörer klatschten hier und da mal und stimmten mit Kopfnicken den Rednern zu.

In der Mittagspause gab es für alle lecker Currywurst und Pommes. Es wurden hier und da noch ein paar Interviews mit der Presse (siehe Interview mit Kurt Beck) geführt und danach ging es auch schon direkt weiter mit den Reden. Nach und nach wiederholten sich dann auch die Themen und die Delegierten machten irgendetwas anderes, wie Zeitung lesen oder reden. Die Jusos hatten ihre Fahnen meist schon eingerollt und die ausgeteilten T-Shirts wieder dem Sammelkasten zugeführt.

 
In der Mittagspause wurde SPD-Vorsitzender Kurt Beck interviewt.   Am späten Nachmittag wurden die ersten Texte in der Schule getippt.

Am Ende des Tages wurde dann das Wahlkampfprogramm auch auf den Weg gebracht. Alles in Allem war es sehr interessant, einmal so einen Parteitag hautnah mitzuerleben, denn da bekommt man noch viel mehr Eindrücke von den Politikern als im Radio oder im Fernsehen.

Text: Svenja Helmerichs, Kl. 10b

Weitere Eindrücke und Bilder vom Landesparteitag kommen Ende der Woche online!

Rapsong gegen Fremdenhass

Zu Beginn des SPD-Landesparteitages gab es eine Überraschung: etwas, was nicht in die Welt der Politik passt. Zwei junge Rapper eröffneten das Programm Den Rap, den sie vorstellten, hieß „Niedersachsen, passt auf!“. Er richtet sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und wurde geformt vom 23-jährigen Deko und dem 22-jährigen K.O.K.

Auf das Thema kamen sie, als die Jungs sich für Salzgitters Jugend stark machen wollten auf einer Gegendemonstration zu einer NPD-Versammlung. Dort haben sie ihren Rap auch lLive performt. Danach haben sie ihren selbst komponierten Rap zur IG Metall geschickt. Die SPD hat den Song jetzt zum offiziellen Song für den SPD-Wahlkampf gekürt. Deko und K.O.K. gehören keiner Partei an, interessieren sich jedoch sehr für die heutige Jugend und deren Lebensumstände. Mehr zu den beiden Rappern auf ihrer Internetseite unter www.edelreim.de

 

Deko (links) und K.O.K rechts mit Schulzeitungs-Redakteurin Maike Seibert.

 

Maike Seibert interviewt die Rapper.